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14.04.2011 10:35

Altersgerecht Wohnen

99% der Wohnungen eignen sich nicht für ein barrierefreies Wohnen im Alter. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich aber für ein angenehmes Wohnen im Alter vorsorgen.

Wußten Sie, dass selbst die KfW mit Zuschüssen und günstigen Zinsen den Umbau Ihrer Wohnung unterstützt, um im Alter barrierefrei wohnen zu können? Und auch die Kassen zahlen für Hilfsmittel.

Die Zeitschrift Finanztest informiert in ihrer Ausgabe 09/2010 zum Thema "altersgerechtes Wohnen", denn vorsorgen sollte jeder in seinen eigenen vier Wänden.

Einfache Veränderungen helfen schon, wenn die Beweglichkeit oder das Sehvermögen nachlassen. Teppiche oder Fußläufer als Stolperfallen sollten entfernt werden und überall dort Haltegriffe angebracht werden, wo sie gebraucht werden. Fehlt eine Wand an der ein Haltegriff angebracht werden müßte, lassen sich Stangen, die einfach zwischen Boden und Decke geklemmt werden, einsetzen. Wenn der Einstieg in die Dusche zu hoch ist, kann ein Duschrollsitz für einen sicheren Einstieg in die Dusche sorgen.

Für derartige Hilfsmittel gibt es ganz unterschiedliche finanzielle Hilfen für den altersgerechten Umbau der Wohnung oder des Hauses: Die gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für die sogenannten Hilfsmittel. Vorausgesetzt ein Arzt hat sie verordnet. Klassische Hilfsmittel sind zum Beispiel Haltegriffe, Badehilfen oder Toilettensitzerhöhungen. Für ein Hilfsmittel muss der Versicherte mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro zuzahlen.

Wohnberatungsstellen geben Mietern und Eigenheimer für ihre vier Wände wertvolle Tipps, um alles an altersgerechte Wohnbedürfnisse anpassen zu können.

Für erforderliche Umbaumaßnahmen unabhängig von Alter, Pflegebedürftigkeit oder Einkommen bietet die staatliche KfW-Bank die finanzielle Unterstützung. Die KfW-Förderung gibt es entweder als zinsgünstigen Kredit oder als Zuschuss. Pro Wohnung verleiht die KfW über das Programm „Altersgerecht umbauen“ bis zu 50 000 Euro. Der Zuschuss ist auf 5 Prozent der Kosten begrenzt, höchstens 2 500 Euro. Die Investitionssumme für den Bauherrn ist muss mindestens 6 000 Euro hoch sein, um die Förderungen beantragen zu können. Wer selber Hand anlegen will, muss auf das KfW-Geld verzichten. Fördermittel gibt es nur, wenn eine Fachfirma die Arbeiten ausführt. Auch viele Länder und Kommunen vergeben Fördermittel. Auskünfte geben die Wohnungsbauförderstellen in den Landkreisen und kreisfreien Städten und die Wohnberatungsstellen.

Quelle: Finanztest 09/2010

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